Klärschlammverordnung - Bundesregierung widerspricht eigenem Koaltionsvertrag

VQSD sieht Beschluss der Bundesregierung kritisch und eigentlichen Willen aus dem Koalitionsvertrag nicht komplett umgesetzt.

Der Verband zur Qualitätssicherung von Düngung und Substraten e. V. (VQSD) sieht den Beschluss der Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung durch die Bundesregierung kritisch und den eigentlichen Willen aus dem Koalitionsvertrag, neben Phosphor auch andere Nährstoffe zurück zu gewinnen, als nicht vollumfänglich umgesetzt. Die von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks angesprochene flankierend wirkende Qualitätssicherung wird aus VQSD-Sicht nur unzureichend bedacht. Der Erhalt der bodenbezogenen Verwertung von qualitätsgesichertem Klärschlamm - unabhängig von der Kläranlagengröße - wäre der fachlich richtige Weg.

Der Vorsitzenden des VQSD, Dr. Reinhard Speerschneider, betont, dass VQSD die Zielsetzung des Referentenentwurfs im Hinblick auf die Phosphor-Rückgewinnung grundsätzlich begrüßt. Die Verknüpfung von Rückgewinnungspflicht und Verbot der bodenbezogenen Verwertung von qualitativ hochwertigem Klärschlamm seien jedoch fachlich nicht begründet und nicht nachvollziehbar. Vielmehr werden die Ziele der Bundesregierung im Hinblick auf Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit durch die überarbeitete und von derselben Bundesregierung beschlossene Verordnung konterkariert.

Nachfolgend finden Sie die vollständige VQSD Pressemitteilung: „Bundesregierung widerspricht eigenem Koalitionsvertrag“